Wie sieht die indische Esskultur aus?

Wie sieht die indische Esskultur aus?

Allgemeines über die indische Esskultur

Eine typisch indische Esskultur? Das gibt es nicht. Da sich innerhalb von Indien die Rezepte und Geschmäcker schon unterscheiden, gibt es eigentlich gar kein wirklich typisch indisches Gericht. Es gibt nur die bekannten und die weniger bekannten Gerichte. Besonders durch die verschiedenen Gewürze wurde die indischen Esskultur und deren Gerichte geprägt. Die Gastfreundschaft der Inder beruht auf dem Sprichwort “Atithi Devo Bhava” was bedeutet “Der Gast ist wahrhaftig dein Gott”. Dieses Sprichwort ist die wohl beste Beschreibung der Beziehung zwischen den Restaurantbesitzern und ihren Gästen.

Die indische Esskultur ist eine ganz besondere. Und wer aus Deutschland kommt und meint er kenne das indische Essen durch Restaurants, der liegt leider falsch. Auch wenn es ein indisches Essen ist, führen nur die wenigsten Restaurants ihre Küche genauso wie sie es in ihrem Heimatland tun würden. Es ist – wie mit den meisten Restaurants – ein ziemlich eingedeutschtes Essen, das weniger extrem schmeckt und einen veränderten Eigengeschmack hat.

Auch wenn Indien in Europa oft als eine Kultur dargestellt wird, ist es innerhalb des Landes jedoch so, dass es kulinarisch in mehrere Teile eingeteilt wird.

Die Nordindische Esskultur

In Nordindien ist der wohl größte Anteil der Menschen die in Indien Fleisch essen. Ein sehr bekanntes Gericht, das “Tandoori Hähnchen” stammt aus diesem Teil Indiens.

Die Ostindische Esskultur

Im Osten dagegen sieht es schon anders aus. Hier werden einem eher milder gewürzte Gerichte serviert uns es ist vor allem für Fisch und Krabben-Curries bekannt, die oft mit Joghurt oder Kokosnuss kombiniert werden.

Die Südindische Esskultur

Die Südindische Küche ist meist vegetarisch und macht mit Abstand die schärfsten Gerichte. Sie ist vor allem für Chili und Currygerichte bekannt.

Aufgrund des Klimas (Norden: Trockenzeit; Süden: Küstennähe) gibt es unterschiedliche Angebote an Nahrungsmitteln. Es gibt jedoch eine Gemeinsamkeit die alle Bereiche der indischen Esskultur haben. Seine vielfältigen und zahlreichen Gewürze. Sie werden oft als eine Geschmacksexposion dargestellt, und sind mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt und beliebt.

Die indische Esskultur und ihre Gewürze

Indische Esskultur

Indien gilt als das Land der exotischen Gewürze. Es ist vor allem für ihre Vielfalt an Gewürzen bekannt, und für deren orientalische Geschmäcke. Fleisch spielt in der Indischen Esskultur eine eher kleinere Rolle, jedoch sind manche Fleischarten wie Hühnchen sehr beliebt, und werden des öfteren verwendet. Curry ist das Wohl bekannteste Gewürz aus der indischen Küche. Es wird auch gelber Ingwer genannt, es gehört also zu den Ingwergewächsen. Curry ist das wohl am häufigsten verwendete Gewürz. Die verschiedenen Sorten von Curry, mit den verschiedenen Geschmäckern können aus einem einfachen Essen ein tolles Gericht mit exotischem Geschmack zaubern.

Tischmanieren der indischen Esskultur

In der indischen Esskultur ist es üblich dass alle Gerichte gleichzeitig auf den Tisch kommen, und nicht wie beispielsweise in Deutschland in mehrere Gänge eingeteilt wird. In Indien ist jedoch nicht nur die Küche eine andere, sondern auch die Manieren zu Tisch unterscheiden sich zum Großteil zu denen der Deutschen.

Das Sprichwort “Essen mit Besteck ist wie Liebe über einen Dolmetscher”, beschreibt das, was die indische Esskultur zu Tisch nicht bevorzugt ziemlich genau. In Indien ist es üblich die Nahrung von dem Teller direkt mit den Händen in den Mund zu nehmen. Jedoch ist hierbei wichtig nur die rechte Hand zu benutzen, da in den meisten Teilen Indiens die linke Hand als unrein gilt. Das hat damit zu tun, dass früher die linke Hand statt dem Toilettenpapier benutzt wurde. Selbst wenn diese natürlich danach gewaschen wurde, möchte man diese Hand dann nicht mehr auf dem Tisch sehen, geschweige denn damit Essen anfassen.

In Restaurants außerhalb von Indien kann es oft sein, dass dennoch Besteck serviert wird, bei den etwas typischen Restaurants kann es gut sein, dass man ohne dasteht.

Ist indisches Essen wirklich so gesund?

Ob indisches Essen wirklich gesund ist? Die indische Küche ist nicht nur vielfältig und ein Genuss für den Gaumen, sondern soll auch noch gut für die Gesundheit sein. Da Fleisch in der indischen Kultur nicht groß vertreten ist, und auch bestimmte Fleischsorten ohnehin tabu für Hindus sind, wird umso mehr Gemüse gegessen. Außerdem wird auf Salz verzichtet. Stattdessen gibt es eine vielfältige Auswahl an exotischen Gewürzen. Eines der bekanntesten Gewürze “Kurkuma” soll Entzündungen hemmen Und die Verdauung fördern.

Bekannte indische Gerichte

Unbestreitbar auf dem ersten Platz ist das Curry. Jeder kennt es, und die meisten Menschen sowohl in Indien als auch in Europa haben es lieben gelernt. Es bestehen unendlich viele Variationen von Curry mit den verschiedensten Gewürzen und Kombinationsmöglichkeiten. Beispielsweise gibt es Indisches Butter Chicken, Fish Curry, Couscous-Gemüse-Curry oder auch ein Curry mit Rindfleisch und indischem Gewürzreis.

Eine weitere Spezialität der indischen Esskultur ist das Naanbrot. Das ist ein flaches fladenartiges Brot, welches oft zu heißen Speisen serviert wird.

Aber auch das Tandoori Chicken erfreut sich bester Beliebtheit in der Europäischen und indischen Esskultur. Die Zubereitung dieses Gerichtes ist eher einfach gestaltet, und wirkt durch die Gewürzmischung exotisch.